In dieser Veranstaltung möchten wir uns unter anderen den Fragen: - Was ist den Menschen bei der Ausübung eines Ehrenamts wichtig? - Wie wird der Zusammenhalt in der Gesellschaft wahrgenommen? - Welche Wirkungen haben ehrenamtliche Arbeit und bürgerschaftliches Engagement auf den Zusammenhalt der Gesellschaft? - Wie hoch ist das Vertrauen in Institutionen? - Wie wichtig ist Ehrenamt? - Wie schaffen wir es das Engagement für die Gesellschaft zu erhöhen? widmen. Herr Dr. Heidig wird Ihnen dazu die aktuellen Ergebnisse des Lausitz-Monitors präsentieren, die im Auftrag des Institus B3 in Dresden im Frühjahr 2026 erhoben wurden. Anschließend möchten wir gerne mit Ihnen zu den Fragestellungen sowie den Entwicklungen und den Herausforderungen für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Gespräch kommen.
In dieser Veranstaltung möchten wir uns unter anderen den Fragen: - Was ist den Menschen bei der Ausübung eines Ehrenamts wichtig? - Wie wird der Zusammenhalt in der Gesellschaft wahrgenommen? - Welche Wirkungen haben ehrenamtliche Arbeit und bürgerschaftliches Engagement auf den Zusammenhalt der Gesellschaft? - Wie hoch ist das Vertrauen in Institutionen? - Wie wichtig ist Ehrenamt? - Wie schaffen wir es das Engagement für die Gesellschaft zu erhöhen? widmen. Herr Dr. Heidig wird Ihnen dazu die aktuellen Ergebnisse des Lausitz-Monitors präsentieren, die im Auftrag des Institus B3 in Dresden im Frühjahr 2026 erhoben wurden. Anschließend möchten wir gerne mit Ihnen zu den Fragestellungen sowie den Entwicklungen und den Herausforderungen für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Gespräch kommen.
In diesem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, warum der Strukturwandel in der Lausitz heute grundlegend anders ist als frühere Veränderungen: Digitalisierung, Klimawandel, Fachkräftemangel und gesellschaftliche Transformation treffen gleichzeitig aufeinander und stellen die Region vor neue Herausforderungen. Gemeinsam diskutieren wir, welche Verantwortung Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft tragen, welche Chancen die Lausitz als Lebens-, Innovations- und Wissenschaftsstandort bietet und warum gerade jetzt neue Perspektiven zum Bleiben, Zurückkommen und Mitgestalten entstehen. Der Workshop verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und lädt dazu ein, Ideen für einen sozialen, nachhaltigen und erfolgreichen Strukturwandel aktiv mitzudenken. Franziska Stölzel ist Sozialwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten auf Jugend-, Frauen-, Transformation. Sie beschäftigt sie sich intensiv mit den gesellschaftlichen Entwicklungen in der Lausitz und darüber hinaus. Mit ihrer Arbeit verbindet sie wissenschaftliche Perspektiven mit praktischer Erfahrung, regionalem Engagement und einem besonderen Blick auf Beteiligung, Zukunftsgestaltung und gesellschaftlichen Wandel. Anmeldungen bitte bis zum 17.08.2026. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.
Mit der Studie "Lausitz-Monitor" möchten die Projektpartner der Öffentlichkeit belastbare Fakten zur Stimmung in der Region, u.a. Aussagen zur persönlichen Zukunft und zur Lebensqualität, und zu den Meinungen zum Strukturwandel, zum Kohleausstieg, zur Energiewende und zur Lausitz als Arbeits-, Wohn- und Tourismusregion liefern. Im März/April 2026 fand die bereits siebente Welle der repräsentativen Befragung statt. Die Stimmung in der Lausitz hat sich in den vergangenen Jahren langsam, aber spürbar verändert. Viele Entwicklungen verlaufen schrittweise, weisen jedoch seit Längerem in dieselbe – oft negative – Richtung. Gleichzeitig wird die aktuelle Stimmung der Menschen stark von neuen externen Faktoren getrieben wie dem Krieg im Iran und den deswegen steigenden Preisen an der Tankstelle. Beide Entwicklungen werden im Lausitz-Monitor 2026 besonders deutlich. Es zeigt sich eine Region, die ihre Lebensqualität weiterhin vergleichsweise positiv bewertet, aber skeptischer auf die Zukunft blickt als noch vor wenigen Jahren. In dieser Veranstaltung wird Herr Dr. Heidig Ihnen Ergebnisse aus dem wirtschaftlichen und beruflichen Kontext präsentieren. Wir werden dabei unter anderem die Fragen: - Wie zufrieden sind die Mitarbeiter von Lausitzer Unternehmen? - Wie optimistisch oder pessimistisch blicken die Beschäftigten in die Zukunft? - Wie unterscheidet sich das Meinungsbild der jüngeren Mitarbeiter gegenüber den Älteren? - Wie zufrieden sind Mitarbeiterinnen im Unterschied zu Mitarbeitern? - In welchen Branchen läuft es besser und in welchen Branchen ist die Stimmung kritischer? - Welchen Einfluss haben die Hierarchieebene und die Beschäftigungsart (Vollzeit vs. Teilzeit)? - Was sagen die Mitarbeiter von Lausitzer Unternehmen zu ausländischen Fachkräften? beleuchten. Die repräsentative Bevölkerungsbefragung "Lausitz-Monitor" wird jährlich seit 2020 von den Projektpartnern Prozesspsychologen und MAS Gesellschaft für Marktanalyse und Strategie mbH erhoben und befragt die Bevölkerung ab 16 Jahren in der Lausitz.
Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekann-ter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrun-gen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ spra-chen, rangen jüdische Überlebende bereits direkt nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten. Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zuge-ständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwie-rige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung in der SBZ und DDR. Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftli-cher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Das 18. Jahrhundert gilt in Frankreich als das Jahrhundert der Aufklärung, in dem Voltaire, Diderot, d’Alembert, Rousseau u.v.m. fast alle soziologischen Themen (Hedonismus, Ethik, Stellung der Frau und Gleichberechtigung, Atheismus, Materialismus, Pragmatismus und Relativismus) des Ancien régime im Salon des Baron Holbach, eines Deutschen aus der Pfalz, diskutierten. Dabei entwickelten sie eine Vorstellung vom Staat ohne Kirche und Adel, was in der französischen Revolution versucht wurde, umzusetzen. Die Themen der Aufklärung und deren Entwicklung für die Moderne stehen im Mittelpunkt des Nachmittags, als Philosoph wird der Baron Paul-Henri Thiry d’Holbach (1721-1789) und sein Salon vorgestellt. Übrigens, im 20. Jahrhundert gab es noch einmal einen ähnlichen Versuch... Interessenten ohne Vorkenntnisse sind wie immer willkommen, um vorherige Anmeldung bis 22.06.2026 wird gebeten.
Weltweit befinden sich die liberalen Demokratien in einer tiefen Krise, so der Demokratieindex des britischen Magazins The Economist. Demnach erfüllen aktuell nur noch 25 Länder die Kriterien einer „vollständigen Demokratie“. Autoritäre Tendenzen nehmen zu: Beispiele sind die Türkei, USA und Argentinien. Wohin entwickeln sich diese Länder? Und selbst in Deutschland haben viele Menschen das Gefühl, dass die Demokratie nicht mehr funktioniert und/oder dass sie gefährdet ist. Parolen wie „Nie wieder ist jetzt“ legen nahe, dass es Parallelen zwischen den letzten Jahren der Weimarer Republik und der (deutschen) Gegenwart gibt. Wie stimmig ist dieser historische Vergleich und droht Deutschland ein neuer „Faschismus“? Was zeichnet den historischen Faschismus in Deutschland und Italien aus? Was genau ist gegebenenfalls „neu“? Und unabhängig davon, wie gefährlich ist die Krise der liberalen Demokratie in unserem Land? Klaus Neumann ist Historiker und Kulturwissenschaftler. Bis 2018 war er Professor für Geschichte in Melbourne, Australien. In seinem jüngsten Buch „Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989–2023“ widmet sich Neumann der lokalen Aufnahme von Flüchtlingen in Sachsen und Hamburg. Das Buch ist über die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung erhältlich. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Das diesjährige Kurzfilmprogramm des Projektes film.land.sachsen und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung widmet sich den Herausforderungen junger – und jung gebliebener – Menschen. In einem spannungsvollen Feld zwischen Tradition und Moderne, familiärer Liebe und dem Drang nach Freiheit entfaltet sich das Leben der Protagonistinnen und Protagonisten. Es ist eine Suche nach dem eigenen Weg: Sie kämpfen für ihre Träume, setzen Zeichen gegen Ausgrenzung und nehmen das Publikum mit auf eine Suche nach neuen Definitionen und Antworten. Die fünf internationalen Kurzfilme bewegen und fordern heraus, ohne einfache Lösungen dem Publikum zu diktieren. „Bleiben“ taucht in die Gefühlswelt von Duc ein, der seinen Platz innerhalb der Mehrheitsgesellschaft behaupten will. „Křižerki“ zeigt Johanna, die behutsam an den Grundfesten einer alten sorbischen Tradition rüttelt, in der das Osterreiten bislang Männern vorbehalten blieb. Während „Ties“ den schmerzhaften Prozess der Abnabelung und des Loslassens verbildlicht, widmet sich „Magnolie“ dem Altwerden und der Sehnsucht nach vergangenen Momenten. Und schließlich zieht „Masel Tov Cocktail“ das Tempo an: In einem rasanten Sprint durch den Alltag muss Dimitrij erfahren, wie er als Jude zu sein hat. Ein Programm voller Mut, das zum Nachdenken anregt und den Blick für das Unangepasste schärft. Programm: Magnolie Regie: Doria Nollez 5 min Fiktion Deutschland 2025 Bleiben Regie: Christian Tung Anh Nopper 7 min Dokumentarfilm 2023 Křižerki (Osterreiterinnen) Regie: Sophia Ziesch 25 min Dokumentarfilm Deutschland 2022 Ties Regie: Dina Velikovskaya 7 min Animationsfilm Deutschland, Russland 2019 Masel Tov Cocktail Regie: Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch 31 min Spielfilm Deutschland 2020 Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Hafenstube/Telux.
Die Veranstaltungsreihe zum Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec beginnt mit einem Impulsvortrag in der vhs Dreiländereck, um die Gedenkstätte und die Geschichte kennenzulernen. Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich der Besuch der Gedenkstätte Stalag VIII A, Jencow Stalagu VIII in 59-900 Zgorzelec an. Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen. 1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
„Wage zu denken!“ - „…der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ - „der kategorische Imperativ“ - die bekanntesten Zitate des Königsberger Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) beschreiben nur zum Teil das Werk, das er hinterlassen hat: „Die Kritik der reinen/praktischen Vernunft bzw. der Urteilskraft, „der ewige Frieden“, der zur Bildung des Völkerbundes und der UNO führte, sind nur ein Teil dessen, worüber Kant nachgedacht und geschrieben hat. Sein Leben und Werk, seine Vorbilder und seine Nachwirkung, auch auf heutige Menschen, sind Thema dieses Nachmittags. Für Fragen und Diskussion besteht ausreichend Gelegenheit. Interessenten ohne Vorkenntnisse sind wie immer willkommen. Um vorherige Anmeldung bis 19.10.2026 wird gebeten.
Unsere Demokratie lebt vom Austausch – doch dieser wird rauer, lauter und oft unversöhnlicher. Und es stellt sich die Frage: Was hält unsere Gesellschaft noch zusammen? Zwischen Desinformation, Polarisierung und wachsendem Misstrauen geraten unsere gemeinsamen Grundlagen unter Druck. Vor Ort entscheidet sich, wie wir miteinander umgehen – im Alltag, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft. Was macht unsere Demokratie aus – und warum ist sie schützenswert? Wie können wir un-terschiedliche Meinungen aushalten, ohne dass der gesellschaftliche Zusammenhalt verloren geht? Und welche Verantwortung trägt jede und jeder Einzelne für ein respektvolles Miteinander? „Kontrovers vor Ort“ schafft Raum für offene Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und neue Einsichten. Für alle, die nicht nur zuschauen wollen, sondern unsere Demokratie aktiv mitgestalten möchten. Unser Gesprächspartner Stephan J. Kramer, Jahrgang 1968, hat seinen Master für Sozialpädagogik in Erfurt abgeschlossen und ist dort seit dem Jahr 2015 der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz des Freistaates Thüringen. Zuvor war er von 1999 bis 2014 Geschäftsführer und später Generalsekretär des Zentralrates der Juden. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Hafenstube/Telux.
Die Veranstaltungsreihe zum Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec beginnt mit einem Impulsvortrag in der vhs Dreiländereck, um die Gedenkstätte und die Geschichte kennenzulernen. Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich der Besuch der Gedenkstätte Stalag VIII A, Jencow Stalagu VIII in 59-900 Zgorzelec an. Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen. 1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
Kaum jemanden reißt das Thema vom Hocker, aber kein Verein kommt ohne Buchhaltung aus. Wir beschäftigen uns mit den gesetzlichen und organisatorischen Grundlagen und sprechen über Bestands- und Erfolgskonten, sowie die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Nach den Terminen können Sie Ihre Posten anhand des Vier-Sphären-Modells einordnen und durch die praktischen Übungen selbst Buchungen vornehmen und die Finanzen des Vereins grundsätzlich mit betreuen. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden zu Beginn des Workshops mit den Teilnehmern festgelegt.
Der öffentliche Dienst im Fadenkreuz. Wie Demokratiefeinde Justiz, Polizei, Schule und Verwaltung unterwandern Der Vortrag beleuchtet die Strategien von Extremisten, wie sie staatliche Institutionen kapern und ihrer Handlungsfähigkeit berauben. Sie tun dies, indem sie Amtsträger manipulieren und zum Widerstand aufrufen; indem sie den Staat sabotieren und ihn lahmlegen wollen; indem sie Institutionen mit Gefolgsleuten unterwandern und indem sie Waffen, Knowhow und Informationen entwenden. Das alles geschieht nicht zufällig, sondern folgt detaillierten Plänen, Staat und Demokratie von innen anzugreifen. Die Referenten geben einen Einblick, warum und wie die Machtzentren unserer politischen Ordnung ins Fadenkreuz von Rechtsextremisten, aber auch von anderen Demokratiefeinden geraten sind. Sie zeigen Beispiele, wie diese Infiltration vonstattengeht, und diskutieren, mit welchen Mitteln Staat und Gesellschaft der rechtsextremen Unterwanderung entgegentreten können. Unsere Referenten sind Prof. Dr. Tom Thieme oder Prof. Dr. Tom Mannewitz. Tom Thieme ist Politikwissenschaftler seit 2017 Professor für Gesellschaftspolitische Bildung an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH). Er arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten zu den Themen Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus in Deutschland und Europa. Tom Mannewitz ist Politikwissenschaftler und seit 2021 Professor für die Lehrgebiete Politischer Extremismus und politische Ideengeschichte an der Hochschule des Bundes in Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Fragen des politischen Links- und Rechtsextremismus in Deutschland. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Hafenstube/Telux. Kostenlos.
Die Veranstaltungsreihe zum Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec beginnt mit einem Impulsvortrag in der vhs Dreiländereck, um die Gedenkstätte und die Geschichte kennenzulernen. Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich der Besuch der Gedenkstätte Stalag VIII A, Jencow Stalagu VIII in 59-900 Zgorzelec an. Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen. 1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
Obwohl sich weite Teile der Bevölkerung in der Anerkennung und Verteidigung der Demokratie einig sind, sorgt das Thema Extremismus regelmäßig für heftige Kontroversen: Was heißt denn eigentlich extremistisch? Kann man Rechts- und Linkextremismus miteinander vergleichen? Und: Ist die AfD eine rechtsextreme Partei? Die Antworten auf diese Fragen gehen uns alle an. Denn wie wir extremistische Bestrebungen wahrnehmen und mit ihnen umgehen, prägt unsere Gesellschaft. Dabei stellt die Abgrenzung von Demokratie und Extremismus die wesentliche Grundlage für den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit antidemokratischen Phänomenen dar. Gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Tom Thieme wollen wir angesichts konkreter Beispiele diskutieren: „Ist das schon Extremismus?“. Tom Thieme ist seit 2017 Professor für Gesellschaftspolitische Bildung an der Hochschule der Sächsischen Polizei. Er arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten zu den Themen Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus in Deutschland und Europa. Der Experte gibt aktuelle Einblicke in die Thematik und geht dabei auf Ideologien, Strategien und Aktionen ein. Schwerpunkt ist die Situation in Sachsen. Folgende Fragen werden geklärt: Welche Erscheinungsformen haben Extremisten heutzutage? Wie versuchen Sie demokratische Grundwerte zu unterlaufen? Welche Bewegungen gibt es, die als extremistisch eingestuft werden? Und was lässt sich gesellschaftlich und politisch gegen Extremismus tun? Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Von der Spaltung der Gesellschaft ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung. Viele Menschen stehen sich zunehmend unversöhnlicher Lager gegenüber. Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung auseinander? Aus den Bereichen der Ungleichheit, Armut und Reichtum, Migration und evtl. Klimaschutz werden wir verschiedene Aspekte diskutieren und uns mit der Meinung der Gesellschaft auseinandersetzen. Als Sozialphilosoph und Soziologe wird Pierre Bordieu (*1930-†2002) mit Leben und Werk vorgestellt. Interessenten ohne Vorkenntnisse sind willkommen, eine verbindliche Anmeldung wird bis zum 22.02.2027 bei der VHS erbeten.