Möbus, Stefan
Welche Einrichtungen werden in der Lausitz überhaupt als Kultureinrichtungen wahrgenommen? Wer nutzt Museen, Theater, Bibliotheken oder Musikschulen? Welche Angebote sollen aus Sicht der Bevölkerung zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehören – und was muss auch bei knappen öffentlichen Haushalten erhalten bleiben? Antworten auf diese Fragen gibt die jetzt veröffentlichte Online-Ergebnispräsentation zur Substudie Kultur des LausitzMonitors 2026. Unter dem Titel „Lausitzer Kulturland“ stellt die Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH (KuWeit) die Ergebnisse erstmals umfassend und interaktiv zur Verfügung. Die Präsentation führt von der Wahrnehmung kultureller Einrichtungen über die persönliche Nutzung und die Nutzung durch Kinder bis hin zu Fragen öffentlicher Verantwortung, Förderprioritäten, Erhaltungswünschen und demografischen Anpassungen. Unterschiede nach Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, Einkommen, Bundesland und weiteren sozialen Merkmalen können unmittelbar nachvollzogen werden. Grundlage ist eine Online-Befragung von 1.024 deutschsprachigen Menschen ab 16 Jahren aus den sechs Landkreisen der sächsischen und brandenburgischen Lausitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus. Die Erhebung wurde im März und April 2026 durchgeführt. Die Substudie Kultur war erstmals Bestandteil des seit 2020 jährlich durchgeführten LausitzMonitors. Sie entstand in Zusammenarbeit der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH mit Dr. Jörg Heidig (Prozesspsychologen) und MAS Partners. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: 55 Prozent der Befragten bezeichnen die Lausitz als attraktive Kulturregion. Damit liegt die Region deutlich über dem ostdeutschen Vergleichswert von 40 Prozent. Zugleich wird die Lausitz als Kulturregion deutlich positiver bewertet als als Wirtschaftsregion. Die Zufriedenheit mit dem konkreten Kulturangebot ist gegenüber dem Vorjahr jedoch zurückgegangen: 2026 äußern sich 48 Prozent zufrieden, zuvor waren es 57 Prozent.
Was verstehen die Menschen in der Lausitz unter Kultur? Welche kulturellen Einrichtungen werden tatsächlich genutzt – und welche Angebote sind aus Sicht der Bevölkerung besonders wichtig? Mit der Substudie Kultur des Lausitz-Monitors 2026 liegen erstmals umfassende Befragungsergebnisse zur Wahrnehmung und Nutzung der Kulturlandschaft in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz vor. Grundlage ist eine Befragung von 1.024 Personen ab 16 Jahren in den Lausitzer Landkreisen sowie der Stadt Cottbus. In der Online-Veranstaltung stellt Stefan Möbus, Geschäftsführer der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH und Autor der Substudie, zentrale Ergebnisse vor. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Wahrnehmung verschiedener Kultureinrichtungen, deren tatsächliche Nutzung, Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen sowie die Frage, welche kulturellen Angebote aus Sicht der Menschen in der Lausitz erhalten bleiben sollten. Die Ergebnisse liefern dabei reichlich Stoff für Diskussionen: Bei der tatsächlichen Nutzung von Kultureinrichtungen innerhalb der vergangenen zwölf Monate liegen Museen mit 37 Prozent und Theater mit 32 Prozent vorn; 31 Prozent geben an, keines der abgefragten Angebote genutzt zu haben. Doch welche Zielgruppen genau nutzen die Einrichtungen und welche nutzen Sie nicht? Neben der Vorstellung der Ergebnisse ist ausdrücklich Raum für Fragen und Diskussion vorgesehen. Welche Schlüsse lassen sich aus den Befunden für die Kulturlandschaft der Lausitz ziehen? Welche Angebote erreichen welche Bevölkerungsgruppen? Und welche Bedeutung hat Kultur für die Attraktivität und Lebensqualität der Region? Die Veranstaltung findet online über die vhs.cloud statt und nutzt innerhalb dieser Zoom als Konferenztool. Zu Beginn kann gewählt werden, ob die Teilnahme direkt über den Webbrowser oder über die Zoom-Anwendung (kostenfreie Installation) erfolgen soll. Vor der Veranstaltung erhalten Sie eine Mail mit den Zugangsdaten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.