Das 18. Jahrhundert gilt in Frankreich als das Jahrhundert der Aufklärung, in dem Voltaire, Diderot, d’Alembert, Rousseau u.v.m. fast alle soziologischen Themen (Hedonismus, Ethik, Stellung der Frau und Gleichberechtigung, Atheismus, Materialismus, Pragmatismus und Relativismus) des Ancien régime im Salon des Baron Holbach, eines Deutschen aus der Pfalz, diskutierten. Dabei entwickelten sie eine Vorstellung vom Staat ohne Kirche und Adel, was in der französischen Revolution versucht wurde, umzusetzen. Die Themen der Aufklärung und deren Entwicklung für die Moderne stehen im Mittelpunkt des Nachmittags, als Philosoph wird der Baron Paul-Henri Thiry d’Holbach (1721-1789) und sein Salon vorgestellt. Übrigens, im 20. Jahrhundert gab es noch einmal einen ähnlichen Versuch... Interessenten ohne Vorkenntnisse sind wie immer willkommen, um vorherige Anmeldung bis 22.06.2026 wird gebeten.
Lernen Sie bei diesem besonderen Stadtspaziergang durch Zittau die Frauenkirche und die Spittelkirche kennen. Beide Kirchen liegen zwar am Rande der Altstadt, sind aber keineswegs bedeutungslos. Die Frauenkirche könnte sogar die erste Kirche der Stadt sein, im Bereich einer frühen Siedlung gelegen. Die Spittelkirche St. Jacob war eine Hospitalkirche – die Funktion lebt im Namen noch weiter. Hospitäler waren im Mittelalter meist vor den Stadttoren gelegen. Beide Kirchen sind architektonische Schmuckstücke mit besonders interessanten Ausstattungsstücken aus verschiedenen Zeiten. In der Stadtexkursion werden die Kirchen und ihre Lage in der Topographie der Stadt erkundet. Außerdem werden kulturhistorische Aspekte erläutert sowie architektonische und spirituelle Besonderheiten vorgestellt. Die Veranstaltung ist nicht geeignet für Teilnehmer mit eingeschränkter Mobilität. Bitte denken Sie an witterungsgerechte Kleidung. Start und Treffpunkt ist an der Frauenkirche Zittau, Hammerschmiedtstraße. In der Hammerschmiedt- und Brückenstraße gibt es Parkmöglichkeiten für Sie. Teilnahmegebühr 8 €, ermäßigt für Schüler, Studenten, Inhaber Sozialpass 6 €, ermäßigt für Mitglieder der Kirchgemeinden 4 €, Kinder bis 16 Jahre frei.
„Wage zu denken!“ - „…der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ - „der kategorische Imperativ“ - die bekanntesten Zitate des Königsberger Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) beschreiben nur zum Teil das Werk, das er hinterlassen hat: „Die Kritik der reinen/praktischen Vernunft bzw. der Urteilskraft, „der ewige Frieden“, der zur Bildung des Völkerbundes und der UNO führte, sind nur ein Teil dessen, worüber Kant nachgedacht und geschrieben hat. Sein Leben und Werk, seine Vorbilder und seine Nachwirkung, auch auf heutige Menschen, sind Thema dieses Nachmittags. Für Fragen und Diskussion besteht ausreichend Gelegenheit. Interessenten ohne Vorkenntnisse sind wie immer willkommen. Um vorherige Anmeldung bis 19.10.2026 wird gebeten.
„Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden.“ (Rosa Luxemburg) Freiheit (lateinisch libertas) wird in einem weiten Sinn als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Optionen auszuwählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Politikwissenschaft, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts. Freiheitsbegriffe befinden sich ständig in Diskussion und damit in einem permanenten Wandel und umfassen jeweils gleichzeitig psychologische, soziale, kulturelle, religiöse, politische und rechtliche Dimensionen. Freiheit gehört zu den zentralen Begriffen der Ideengeschichte. Wir werden uns mit den verschiedenen Arten von Freiheit in Philosophie und Politik beschäftigen, zugleich wird ein kurzer Überblick über Freiheit von der Antike bis in die Gegenwart gegeben. Als Philosoph wird John Locke (1632-1704) vorgestellt, der die Freiheit als ein unveräußerbares Recht des Bürgers ansah. Interessenten ohne Vorkenntnisse sind wie immer willkommen, eine verbindliche Anmeldung bei der VHS ist bis zum 07.12.2026 möglich.
Von der Spaltung der Gesellschaft ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung. Viele Menschen stehen sich zunehmend unversöhnlicher Lager gegenüber. Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung auseinander? Aus den Bereichen der Ungleichheit, Armut und Reichtum, Migration und evtl. Klimaschutz werden wir verschiedene Aspekte diskutieren und uns mit der Meinung der Gesellschaft auseinandersetzen. Als Sozialphilosoph und Soziologe wird Pierre Bordieu (*1930-†2002) mit Leben und Werk vorgestellt. Interessenten ohne Vorkenntnisse sind willkommen, eine verbindliche Anmeldung wird bis zum 22.02.2027 bei der VHS erbeten.