Die digitale Welt verändert sich schnell und mit ihr die Anforderungen an einen sicheren und reflektierten Umgang mit Medien. Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt stärkt das Projekt „vhs.Media – Medienkompetenz in regionalen Wirkungskreisen“ die Medienkompetenzen von Erwachsenen.
Im Landkreis Görlitz bietet das Projekt vielfältige Veranstaltungen an, ob Workshops, Exkursionen oder Diskussionsformate. Die Themen reichen von Medienkritik und digitaler Erziehung bis zum verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien.
Ein zentrales Element ist der direkte Austausch: Fachleute aus Medienpädagogik und Praxis geben Einblicke, beantworten Fragen und kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch. So entsteht ein niedrigschwelliger Zugang zu aktueller Medienbildung – nah an den Menschen und orientiert an ihrem Alltag.
Social Media ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken – gleichzeitig wird die Debatte über Verbote und Altersgrenzen immer lauter. Was ist dran an diesen Forderungen? Und wie sinnvoll sind staatliche Eingriffe? Beim dieser Diskussionsveranstaltung der VHS Dreiländereck stehen genau diese Fragen im Mittelpunkt. Conrad Clemens, Staatsminister für Kultus, Torsten Herbst, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, und Kristina Richter, Medienpädagogin vom Medienkulturzentrum Dresden, bringen unterschiedliche Perspektiven aus Politik und Praxis ein und diskutieren Chancen, Risiken und Grenzen von Regulierung. Im Anschluss ist Raum für Fragen, Austausch und unterschiedliche Meinungen. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte, Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe sowie an alle weiteren Interessierten.
Haben Sie Lust auf spannende Filme, anregende Gespräche und neue Perspektiven? In Kooperation mit Löbaulebt e.V. zeigt die Volkshochschule Dreiländereck an jedem letzten Freitag im Monat Filme, die verschiedene Themen der Medienwelt aufgreifen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, über das Gesehene zu diskutieren, Hintergründe zu beleuchten und persönliche Erfahrungen einzubringen. Genießen Sie den Abend in geselliger Runde, schnappen Sie sich ein Getränk an der Bar, lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich inspirieren. 🎬 Am 24.04.2026 läuft: "Lolita lesen in Teheran" von Keran Riklis (2024) Mit diesem Lolita lesen in Teheran erzählt Eran Riklis die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert. 👉 Die Teilnahme ist kostenfrei. *Die Veranstaltungsreihe wird von der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) gefördert.
In einer Zeit, in der sich Informationen schneller verbreiten als je zuvor, wird es immer schwieriger, Wahrheit und Täuschung zu unterscheiden. Bei „Zwischen Fake & Fakten“ erfahren Sie auf verständliche und interaktive Weise, was Fake News sind und welche Arten von Desinformation es gibt. Sie lernen, wie manipulierte Inhalte entstehen und wie Sie diese zuverlässig erkennen können. Wir sprechen darüber welche Strategien hinter Desinformationskampagnen stecken, wie sich falsche oder irreführende Inhalte in sozialen Netzwerken verbreiten und welche psychologischen Mechanismen dabei genutzt werden. Durch interaktive Elemente erleben Sie selbst, wie leicht sich Falschinformationen konstruieren und verbreiten lassen. Darüber hinaus erhalten Sie einen praxisorientierten Einblick in professionelle Fact-Checking-Methoden: von der Bilderrückwärtssuche über das Mehrquellenprinzip bis hin zu Kriterien für vertrauenswürdige Informationsquellen. Schritt für Schritt entwickeln Sie ein geschultes Gespür für digitale Inhalte und deren Glaubwürdigkeit. Der Kurs richtet sich an alle, die sich sicherer im Umgang mit Informationen im digitalen Raum bewegen möchten – ob privat, beruflich oder in der Bildungsarbeit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ziel: Nach dem Kurs können Sie Falschinformationen besser erkennen, deren Mechanismen verstehen und eigenständig seriöse Quellen überprüfen.
Die Medien – sind sie die vierte Gewalt, unsere wichtigste Informationsquelle oder doch nur eine Skandalfabrik? Die Diskussion um die Qualität und Glaubwürdigkeit von Medien ist hitziger denn je. Wie genau informieren Medien die Bevölkerung, wie beeinflussen sie unsere Meinungen, und wie kontrollieren sie die Politik? Gibt es so etwas wie "objektive Berichterstattung" überhaupt? Und wie hat sich unsere Medienlandschaft durch das Streben nach Aufmerksamkeit in sozialen Medien verändert? In dieser Veranstaltung nehmen wir die entscheidende Rolle der Medien in unserer Demokratie unter die Lupe. Dabei analysieren wir das Verhältnis von Journalismus, Politik und Gesellschaft: So zeigen Studien, dass Medienschaffende im Schnitt eine etwas andere politische Haltung haben als der Bevölkerungsdurchschnitt. Wir fragen uns, wie sich das auf die Berichterstattung, auf das Vertrauen in etablierte Medien und auf populistische Strömungen auswirkt. Wir beleuchten aber auch, wie wir selbst die Medien beeinflussen – und warum wir oft genau die Berichterstattung bekommen, die wir (unbewusst) suchen. Denn seien wir ehrlich: Es sind oft die spektakulären Skandale, die dramatischen Einzelschicksale und die Katastrophenmeldungen, die uns besonders interessieren. Die Algorithmen der Tech-Konzerne bedienen und fördern diese Trends – aber in den sozialen Medien tragen auch die Nutzer dazu bei, dass politische Debatten oft von lauten und radikalen Stimmen geprägt sind. Am Ende des Abends haben wir ein klareres Bild davon, welche Medienkritik auf Missverständnissen beruht und wo tatsächliche Herausforderungen liegen. Vielleicht kommen wir sogar gemeinsam auf Ideen, wie wir einen konstruktiven Beitrag zur Zukunft der Medienlandschaft leisten können? Dr. Christoph Meißelbach ist Sozialwissenschaftler. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Technischen Universität Dresden und war danach ab 2009 am dortigen Institut für Politikwissenschaft als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seit 2020 ist er der Wissenschaftliche Koordinator am Sächsischen Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Demokratie im digitalen Zeitalter und die psychologischen Grundlagen von politischem Verhalten. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Sollte Social Media für Jugendliche verboten werden? Diese Frage wird aktuell heiß diskutiert – doch einfache Lösungen greifen oft zu kurz. In diesem interaktiven Workshop mit Marcel Burghardt (Social Web macht Schule) werfen Sie einen realistischen Blick auf die digitale Lebenswelt junger Menschen. Das Angebot richtet sich an Eltern, Lehrkräfte sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendbetreuung. Erfahren Sie, wie Kinder und Jugendliche Social Media tatsächlich nutzen, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und welche Rolle Sie als Erwachsene dabei spielen. Gemeinsam reflektieren Sie Ihr eigenes Medienverhalten und entwickeln Strategien, um Jugendliche sicher und kompetent zu begleiten. Sie erarbeiten konkrete Lösungsansätze für typische Alltagssituationen: Wie spreche ich über TikTok & Co.? Wie kläre ich über Gefahren auf? Und wie setze ich sinnvolle Grenzen – ohne auf Verbote zu setzen? Zum Abschluss erhalten Sie hilfreiche Tools, Materialien und Anlaufstellen für Ihren beruflichen und privaten Alltag. Stärken Sie Ihre eigene Medienkompetenz, um Kinder und Jugendliche mit Rat und Tat in der digitalen Welt unterstützen zu können.
Haben Sie Lust auf spannende Filme, anregende Gespräche und neue Perspektiven? In Kooperation mit Löbaulebt e.V. zeigt die Volkshochschule Dreiländereck an jedem letzten Freitag im Monat Filme, die verschiedene Themen der Medienwelt aufgreifen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, über das Gesehene zu diskutieren, Hintergründe zu beleuchten und persönliche Erfahrungen einzubringen. Genießen Sie den Abend in geselliger Runde, schnappen Sie sich ein Getränk an der Bar, lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich inspirieren. 🎬 Am 24.04.2026 läuft: "Karla" von Herrmann Zschoche (1965) Eine junge, idealistische Lehrerin kommt voller Engagement an eine Schule und möchte ihre Schüler:innen vor allem zu einem ermutigen: selbstständig denken. Doch genau das bringt sie schnell in Konflikt mit einem System, das Anpassung belohnt und kritische Fragen lieber vermeidet. Der Film entstand 1965 in der DDR – wurde jedoch noch vor seiner Fertigstellung verboten und verschwand für Jahrzehnte im Archiv. Erst 1990 konnte er in seiner ursprünglichen Form erstmals gezeigt werden. Heute gilt Karla als einer der bedeutendsten sogenannten „Kellerfilme“ der DEFA und als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark Film, Gesellschaft und Macht miteinander verflochten sein können. 👉 Die Teilnahme ist kostenfrei. *Die Veranstaltungsreihe wird von der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) gefördert.