Sie sind hier:
Das Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec
Die Veranstaltungsreihe zum Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec beginnt mit einem Impulsvortrag in der vhs Dreiländereck, um die Gedenkstätte und die Geschichte kennenzulernen. Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich der Besuch der Gedenkstätte Stalag VIII A, Jencow Stalagu VIII in 59-900 Zgorzelec an.
Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen.
1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen.
1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
Kurstermine 2
-
Ort / Raum
-
- 1
- Donnerstag, 12. November 2026
- 17:30 – 18:15 Uhr
- Geschäftsstelle Zittau
1 Donnerstag 12. November 2026 17:30 – 18:15 Uhr Geschäftsstelle Zittau -
- 2
- Donnerstag, 26. November 2026
- 17:00 – 19:15 Uhr
2 Donnerstag 26. November 2026 17:00 – 19:15 Uhr
Sie sind hier:
Das Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec
Die Veranstaltungsreihe zum Stalag VIII A in Görlitz/Zgorzelec beginnt mit einem Impulsvortrag in der vhs Dreiländereck, um die Gedenkstätte und die Geschichte kennenzulernen. Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich der Besuch der Gedenkstätte Stalag VIII A, Jencow Stalagu VIII in 59-900 Zgorzelec an.
Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen.
1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
Bereits am 26.08.1939 wurde in Görlitz eine Kommandantur für ein Kriegsgefangenenlager gebildet. Die Inbetriebnahme des Dulags (Durchgangslager) für die ersten polnischen Gefangenen erfolgte am 23. September 1939 auf einem 18 Hektar großen Feld an der Leopoldshainer Straße (Ulica Lubańska) in Görlitz-Ost. Das Stammlager VIII A Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Ujazd) war das erste Stalag im Wehrkreis VIII Breslau und eins von 220 Lagern im Deutschen Reich. Weiterhin gab es im Wehrkreis VIII das Stalag VIII B in Lamsdorf (Łambinowice) und das Stalag VIII C in Sagan (Żagań). Zur Hauptaufgabe der Gefangenen wird der Aufbau des eigentlichen Kriegsgefangenenlagers. Ende 1939 werden Kriegsgefangene bereits in das neu errichtete Stalag an der Seidenberger Straße (Ulica Łużycka), Görlitz-Moys, verlegt. Die offizielle Eröffnung des neuen Kriegsgefangenenlagers findet am 23. September 1939 statt. Am 16. Juli 1940 wird der Betrieb des Dulags gestoppt. Insgesamt gingen während des zweiten Weltkrieges etwa 120.000 Kriegsgefangene verschiedenster Nationen, darunter Franzosen, Belgier, Polen, Slowaken, Jugoslawen, Sowjets, Italiener, US-Amerikaner und Engländer durch das Lager und das unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, bevor es am 8. Mai 1945 aufgelöst wurde. Ein historisches Ereignis im Stalag VIII A war die Komposition und letztendlich die Uraufführung des QUARTETTS AUF DAS ENDE DER ZEIT des französischen Komponisten Olivier Messiaen.
1948 entschied der Stadtrat in Zgorzelec, dass die Baracken abgerissen werden. Die Baumaterialien wurden für den Wiederaufbau Warschaus und anderer polnischer Städte verkauft. Der Vorschlag, ein Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Kommandantur des Stalag VIII A zu errichten, wurde von französischen und polnischen Veteranen unterbreitet, die auch ehemalige Kriegsgefangene waren. Das Denkmal wurde vom Künstler Tadeusz Dobosz vom Institut für Bildende Künste in Zielona Góra entworfen und besteht aus Sandstein aus Bolesławiec (Bunzlau). Der Zgorzelecer Lehrer, Autor und Forscher Roman Zgłobicki (1937-2010) hielt das Gedenken an das Stalag VIII A und den Kontakt zu den ehemaligen Kriegsgefangenen seit den 1960er Jahren aufrecht. Zusammen mit seinen Schülern richtete er 1973 ein Gedenkzimmer ein, welches bis heute besteht. Durch sein jahrzehntelanges Engagement hat er das inhaltliche Fundament für das Zentrum für Bildung und Kultur geschaffen.
-
Entgelt:10,00 €
- Kursnummer: 26HS1100ZZ
-
StartDo. 12.11.2026
17:30 UhrEndeDo. 26.11.2026
18:15 Uhr -
2 Veranstaltungen Termine
-
Dozent*in:Meetingpoint Memory Messiaen e.V.
- Geschäftsstelle: Zittau